Apps sperren auf dem iPhone (und Android)
„Apps sperren“ kann auf dem iPhone zweierlei heißen. Entweder soll außer dir niemand eine App öffnen können. Dann sperrst du sie mit Face ID, Touch ID oder deinem Code, direkt auf dem Home-Bildschirm. Oder du willst dich selbst von einer App fernhalten. Dafür gibt es die Bildschirmzeit: Sie begrenzt Apps zeitlich, sperrt sie zu festen Uhrzeiten und lässt sich mit einem Code absichern. Unter iOS 27 beschreibt Apples Anleitung diese Limits pro Kategorie, nicht pro App. Soll genau eine App nach Zeitplan gesperrt sein, passt ein App-Blocker besser. Android hat für beides eigene Werkzeuge.
Kurz gesagt
- Damit nur du eine App öffnen kannst: App auf dem Home-Bildschirm gedrückt halten und auf Face ID anfordern (oder Code anfordern) tippen.
- Damit du sie selbst weniger nutzt: Einstellungen → Bildschirmzeit → Nutzungszeiten und Bildschirmzeitplan (iOS 27) oder App-Limits (iOS 26, auch für eine einzelne App). Dazu ein Bildschirmzeit-Code, sonst ist das Limit schnell wieder weg.
- Unter Android heißen die Gegenstücke App-Timer, Konzentrationsmodus und PIN für App-Limits, alles in Digital Wellbeing.
- Eine einzelne App auf beiden Handys nach Zeitplan sperren: mit einem App-Blocker wie OpLoop.
1. App mit Face ID oder Code sperren
Du willst jemandem etwas auf deinem Handy zeigen, aber bestimmte Apps sollen tabu bleiben? Dann sperrst du sie. Zum Öffnen braucht es danach Face ID, Touch ID oder deinen Code.
iPhone
- Geh zum Home-Bildschirm.
- Leg den Finger auf die App, bis das Menü Schnellaktionen aufgeht.
- Tippe auf Face ID anfordern (oder Touch ID anfordern bzw. Code anfordern).
- Tippe zum Sperren noch einmal auf Face ID anfordern. Soll die App zusätzlich verschwinden, tippst du stattdessen auf Ausblenden und Face ID anfordern, authentifizierst dich und tippst auf App ausblenden. Sie landet dann im Ordner Ausgeblendet unten in der App-Mediathek.
Eine gesperrte App bleibt nur offen, bis du sie beendest. Danach ist sie wieder gesperrt. Inhalte aus gesperrten Apps erscheinen auch nicht in Mitteilungsvorschauen, in der Suche oder in Siri-Vorschlägen. Die Sperre gilt nur auf diesem iPhone und wird nicht mit iCloud synchronisiert.
Ausblenden lassen sich nur Apps, die du aus dem App Store geladen hast, keine vorinstallierten. Auch eine App, die du als Standard für App-Browser oder App-Marktplatz festgelegt hast (gibt es nur in der EU), lässt sich nicht ausblenden. Kinder unter 13 Jahren in einer Familienfreigabegruppe können Apps weder sperren noch ausblenden.
Integrierte Funktionen wie AirDrop oder die Kamera sperrst du über Einstellungen → Bildschirmzeit → Inhalts- und Datenschutzbeschränkungen → Andere Funktionen.
Android
Ab Android 15 gibt es das vertrauliche Profil. Das ist ein separater, gesperrter Bereich auf dem Handy, in dem du Apps verbergen kannst.
- Öffne die Einstellungen und tippe auf Sicherheit & Datenschutz.
- Tippe unter „Datenschutz“ auf Vertrauliches Profil und entsperre mit deiner Displaysperre.
- Tippe auf Einrichten. Für die Sperre wählst du Displaysperre des Geräts verwenden oder Neue Sperre auswählen.
Ist das Profil gesperrt, sind seine Apps im Launcher und in „Alle Apps“ verborgen und können weder im Vordergrund noch im Hintergrund laufen. Laut Google funktionieren einige Schritte nur auf Geräten mit passender Hardware, und Hersteller können vertrauliche Profile auch deaktivieren.
Ohne vertrauliches Profil nennt Google einen zweiten Weg: Richte eine PIN für App-Limits ein (Abschnitt 4) und setz das Zeitlimit der App auf null (Abschnitt 2). So blockierst du den Zugriff anderer Personen auf diese App.
Beides schützt vor fremden Blicken. Dein eigenes Gesicht oder deine eigene PIN öffnet die App aber sofort, vom Scrollen hält dich das also nicht ab.
2. Ein Tageslimit setzen
iPhone mit iOS 27: Nutzungszeiten
- Öffne die App „Einstellungen“ und tippe auf Bildschirmzeit.
- Tippe auf Nutzungszeiten. Ist die Bildschirmzeit noch aus, tippst du zuerst auf App- & Websiteaktivität aktivieren.
- Mit dem Schieberegler legst du fest, wie viel Zeit du insgesamt pro Tag auf dem Gerät verbringen kannst.
- Tippe unter Nutzungszeiten auf eine Kategorie und stell mit ihrem Schieberegler die Zeit für diese Kategorie ein.
- Eine weitere Kategorie legst du über Kategorien verwalten an: Tippe auf das Symbol zum Hinzufügen und wähle eine Kategorie aus.
Die Apps einer Kategorie, etwa Unterhaltung, Spiele oder Social Media, kannst du nutzen, bis das Limit der Kategorie oder das Tageslimit erreicht ist. Hat eine App eine zugehörige Website, gilt die Nutzungszeit für beide.
iPhone mit iOS 26: App-Limits
- Öffne die App „Einstellungen“ und tippe auf Bildschirmzeit.
- Tippe auf App-Limits und dann auf Limit hinzufügen.
- Tippe auf den Namen einer Kategorie, um ihre Apps zu sehen, und wähle die App aus, die du begrenzen willst. Eine ganze Kategorie geht auch.
- Tippe oben rechts auf Weiter und leg die erlaubte Zeitspanne fest. Über Tage anpassen bekommt jeder Tag sein eigenes Limit.
Wählst du mehrere Apps oder Kategorien aus, gilt das Zeitlimit für alle zusammen.
Android: App-Timer
- Öffne die Einstellungen deines Handys.
- Tippe auf Digital Wellbeing und dann auf App-Timer.
- Tippe neben der App auf Timer einstellen.
- Wähle aus, wie viel Zeit du in der App verbringen kannst, und tippe auf OK.
Ist die Zeit abgelaufen, wird die App geschlossen und ihr Symbol ausgegraut. Um Mitternacht setzen sich die App-Timer zurück. Google weist darauf hin, dass einige Schritte je nach Gerät variieren können. Auf einem Samsung Galaxy sehen die Menüs also womöglich etwas anders aus. Bei manchen Arbeitskonten und Konten von Bildungseinrichtungen funktionieren App-Timer eventuell nicht.
Ein Limit ist noch keine Sperre. Bis die Zeit um ist, öffnest du die App ganz normal, und auch danach kommst du leicht wieder rein. Laut Apples Anleitung für iOS 26 lassen sich Bildschirmzeit-Limits standardmäßig ignorieren, sobald sie erreicht sind. Unter Android löschst du einfach den Timer und nutzt die App vor Mitternacht weiter. Wie du das verhinderst, steht in Abschnitt 4.
3. Apps zu festen Zeiten sperren
iPhone mit iOS 27: Bildschirmzeitplan
- Tippe in den Einstellungen auf Bildschirmzeit, dann auf Bildschirmzeitplan, und aktiviere Zeitplan.
- Tippe auf Zeitplan hinzufügen, wähle die Wochentage aus und bestätige.
- Tippe auf ein Zeitfenster. Dort kannst du es umbenennen, Start- und Stoppzeit ändern und festlegen, welche Kategorien der Nutzungszeit darin verfügbar sind.
- Soll eine App jederzeit nutzbar bleiben, gehst du zurück zu Bildschirmzeit → Immer erlaubt → Apps hinzufügen.
Apple nennt als Beispiel Zeitpläne für Wochentage und Wochenenden mit Zeitfenstern für Arbeit, Abendessen und den Abend. Jedes Fenster zeigt Symbole für die Kategorien, die du darin nutzen kannst.
iPhone mit iOS 26: Auszeit
- Tippe in den Einstellungen auf Bildschirmzeit.
- Tippe auf Auszeit und dann auf Geplant.
- Wähle Täglich oder Tage anpassen und gib Anfang und Ende der Auszeit ein.
- Apps, die trotzdem gehen sollen, legst du unter Immer erlauben fest.
Während der Auszeit sind nur Anrufe, Nachrichten und die erlaubten Apps verfügbar. Hast du einen Bildschirmzeit-Code, aktiviere unter Auszeit zusätzlich Zur Auszeit blockieren. Dann lassen sich die übrigen Apps gar nicht mehr öffnen, sie erscheinen gedimmt mit einem Sanduhrsymbol. Ohne die Option siehst du nur eine Erinnerung und kannst weitermachen.
Android: Konzentrationsmodus
- Öffne die Einstellungen und tippe auf Digital Wellbeing und dann auf Konzentrationsmodus.
- Wähle die Apps aus, die pausiert werden sollen. Solange der Konzentrationsmodus an ist, kannst du sie nicht nutzen und bekommst keine Benachrichtigungen von ihnen.
- Tippe auf Zeitplan festlegen, damit er sich automatisch einschaltet, oder auf Jetzt aktivieren, um sofort zu starten.
Grob sind diese Werkzeuge trotzdem. Die Auszeit sperrt alles außer dem, was du erlaubst, und unter iOS 27 arbeitet der Zeitplan mit Kategorien statt mit einzelnen Apps. Und im Konzentrationsmodus reicht ein Tipp auf Pause einlegen, schon sind deine Apps für eine selbst gewählte Dauer wieder offen.
4. Limits mit Code oder PIN absichern
Ohne diesen Schritt änderst du deine eigenen Limits, wann immer du willst.
- iPhone mit iOS 27: Einstellungen → Bildschirmzeit → Code & Verwaltung → Einstellungen für Bildschirmzeit sperren, dann zweimal einen vierstelligen Code eingeben.
- iPhone mit iOS 26: Einstellungen → Bildschirmzeit, nach unten scrollen und auf Einstellungen für Bildschirmzeit sperren tippen.
- Android: Einstellungen → Digital Wellbeing → App-Limits → PIN für App-Limits, PIN für App-Zeitlimits aktivieren und eine 4-stellige PIN festlegen.
Ab dann muss der Code eingegeben werden, bevor jemand die Bildschirmzeit-Einstellungen ändert. Richtest du die Wiederherstellungsmöglichkeit für den Bildschirmzeit-Code ein, kannst du einen vergessenen Code mit deinem Apple Account zurücksetzen. Damit kommst du allerdings auch an deinem eigenen Code vorbei. Weißt du, dass du ihn sowieso eintippen würdest, lass den Code auf dem iPhone lieber von jemand anderem wählen. Die PIN für App-Limits unter Android solltest du laut Google dagegen nicht weitergeben.
5. Apps mit OpLoop nach Zeitplan sperren
OpLoop ist ein App-Blocker für iPhone und Android. Du legst fest, welche Apps gesperrt werden und wann. Der Einstieg ist kostenlos. Auf dem iPhone arbeitet OpLoop mit Apples Screen Time API.
- Routinen: Tage und Uhrzeiten legst du einmal fest, etwa für Lernzeiten oder den Abend vor dem Schlafengehen. Die Sperre schaltet sich dann von selbst ein und aus. Auf dem iPhone können auch Websites auf die Liste.
- Sprint: sofort sperren, ohne Zeitplan. Soft sperrt die Apps, die du ausgewählt hast. Deep sperrt alles außer dem, was du erlaubst.
- Lockdown (Pro): ein Sprint, den du nicht vorzeitig beenden kannst. Er hält, bis der Timer abgelaufen ist.
- Pässe: ein paar kurze Pässe pro Tag für die Momente, in denen du die App wirklich brauchst. Sind sie aufgebraucht, bleibt die Sperre.
- Challenges: Im Circles-Tab sperren alle 1 bis 7 Tage lang dieselben Apps.
Öffnest du eine gesperrte App trotzdem, siehst du statt einer grauen Wand eine Karte: einen ruhigen Satz, einen sanften Stups, manchmal einen Witz. Auf dem iPhone sperrt OpLoop ganze Apps. Unter Android kann Pro auch nur den Kurzvideo-Feed sperren und den Rest von YouTube oder Instagram offen lassen (mehr dazu unter YouTube Shorts ausschalten).
Welche Methode passt zu dir?
| Methode | iPhone | Android | Einzelne App? | Wie leicht zu umgehen |
|---|---|---|---|---|
| Mit Face ID oder Code sperren | Ja | Vertrauliches Profil (ab Android 15) oder PIN plus Zeitlimit null | Ja | Dein eigenes Gesicht oder deine PIN öffnet sie |
| Tageslimit | Nutzungszeiten (iOS 27), App-Limits (iOS 26) | App-Timer | iOS 26 und Android ja, iOS 27 pro Kategorie | Leicht, ohne Code oder PIN |
| Feste Zeiten | Bildschirmzeitplan (iOS 27), Auszeit (iOS 26) | Konzentrationsmodus | iOS 27 pro Kategorie, Auszeit sperrt alles außer erlaubten Apps | Konzentrationsmodus hat „Pause einlegen“ |
| OpLoop | Ganze Apps nach Zeitplan | Ganze Apps oder mit Pro nur Shorts & Reels | Ja | Sind die Pässe weg, hält die Sperre |
Geht es dir nur um fremde Blicke, reicht die Sperre mit Face ID. Willst du selbst weniger Zeit in einer App verbringen, fang mit Bildschirmzeit oder Digital Wellbeing an und sichere sie mit Code oder PIN ab. Findest du trotzdem immer wieder einen Weg drumherum, probier einen Zeitplan, den du einmal festlegst, oder einen Lockdown, den du nicht vorzeitig beenden kannst.
Fragen
Wie sperre ich Apps auf dem iPhone mit Code?
Leg auf dem Home-Bildschirm den Finger auf die App und tippe auf Code anfordern (oder Face ID anfordern bzw. Touch ID anfordern). Zum Öffnen brauchst du dann deinen Code, Face ID oder Touch ID. Soll stattdessen ein Code deine Zeitlimits schützen, ist der Bildschirmzeit-Code gemeint: ein vierstelliger Code, der abgefragt wird, bevor jemand die Bildschirmzeit-Einstellungen ändert (siehe Abschnitt 4).
Kann ich eine einzelne App auf dem iPhone sperren?
Ja. Mit Face ID oder Code sperrst du eine einzelne App, damit andere sie nicht öffnen (Abschnitt 1). Ein Zeitlimit für genau eine App setzt du unter iOS 26 über App-Limits → Limit hinzufügen: Kategorienamen antippen und die App auswählen. Apples Anleitung für iOS 27 beschreibt Nutzungszeiten nur pro Kategorie und kein Limit für eine einzelne App. Unter iOS 27 ist für eine einzelne App deshalb ein App-Blocker der direktere Weg.